ein jahr
am anfang des monats war es ein jahr her seitdem der erste spatenstich gemacht wurde. die erste frage die ich mir selbst stelle: würdest du das wieder machen?
ja, auf jeden fall!
auch wenn es schwer war - sowohl körperlich als auch von der psychischen belastung. schon die vorbereitungen waren eine mischung aus aufgeregtem vorwärts stürmen und verzweifelndem zaudern. schon mal versucht als alleinverdiener mit 4 kindern aber ohne eigenkapital ein hypothekendarlehen zu bekommen? falls ja - auch wenn zwei der kinder stiefkinder sind? denn da beginnt schon das erste problem: stiefkinder bekommen zwar möglicherweise unterhalt, der zählt aber für die meisten banken nicht zum familieneinkommen. andererseits zählen stiefkinder aber als belastung für die haushaltskasse. logisch, oder? das hiess für uns: immer wieder knapp unter die belastungsgrenze zu fallen. meistens fehlten etwa 100 euro...
dann die sache mit dem haus. welches häuschen darfs denn sein? massiv oder fertighaus? mit oder ohne keller? und als "fertighau mit keller" feststand gings weiter: welche der unzähligen firmen ist die richtige? wie soll unser haus eigentlich aussehen? von der stange oder frei geplant? wer sich mühe gibt bekommt mit einer beantworteten frage zwei neue auf den tisch!
dann kam herr bald ins spiel und das finanzierungsproblem wurde gelöst. herr bald ist ein spezialist für finanzierungen und hat sich mit viel engagement an unseren fall begeben - mit sehr viel engagement! ich weiss nicht wieviel ihm die geschichte eingebracht hat, aber es waren bestimmt sauer verdiente euros! letztlich haben wir es ihm zu verdanken, dass es doch noch geklappt hat mit dem bauen. deshalb hier nochmal ein ganz dickes dankeschön :-) .
die sache mit der baufirma war dann irgendwann auch gelöst. auslöser für die entscheidung für dammann-haus war unter anderem auch der alte katalog. mit viel liebe gemacht war er trotz eines schwarz-weissen layouts einfach ansprechend und hatte den schuss persönliche note, der uns angesprochen hat. sympathisch eben. gilt übrigens auch für den neuen katalog ;-).
auch körperlich war es machmal mehr als anstrengend und ging oft über das "normalmass" weit hinaus. wenn ich an das verlegen der dämmung in keller und erdgeschoss denke - ich glaube nicht dass ich jemals so "kaputt" war wie in jener nacht.
bleibt die frage ob ich manches anders machen würde. auch die muss ich mit "ja" beantworten. trotz einer vorbereitungszeit von über einem jahr und viel "dumme fragen stellen" haben z.b. einige positionen in der finanzierung nicht 100% gepasst. gottseidank hatten wir eine reserve eingeplant, von der heute leider nichts übrig ist. wenn ich daran denke dass es in unserem neubaugebiet einen bauherren gibt, den es böse erwischt hat und der inzwischen (rohbau!) statt mit fussbodenheizung mit einer konventionellen heizung bauen muss, um den preislichen unterschied einzusparen. und ein anderer 5000 euro für etwas braucht, das ich schon wieder vergessen habe, und der nun deshalb teuer nachfinanzieren muss...
und dann noch die geschichte mit den handwerkern. trau keinem! auch wenn du ihn kennst oder wenn er sich anschliessend als glückgriff heraustellen sollte gilt vorher trotzdem die devise: trau keinem! mache alles schriftlich, und lass dir jeden nagel, jeden handgriff in das angebot schreiben - noch besser: lerne vorher was ein sogenanntes lastenheft ist und bestehe auf darauf!
alles in allem glaube ich (bis jetzt), dass wir die meisten klippen mit mehr oder weniger glück umschifft haben und ich hoffe, dass das weiterhin so bleibt. denn das hausbauabenteuer ist noch lange nicht abgeschlossen. wie gehts mit der aussenanlage weiter? wie geht die geschichte mit des klempners "seriösem" verkäufer weiter? wann ist der kellerausbau endlich dran? gibts nächstes jahr einen carport? ist J.R. wirklich tot? diese fragen und viele weiteren werden in den noch folgenden postings beantwortet werden. also dran bleiben...
