Unser Hausbauabenteuer

24 September 2006

ein jahr

am anfang des monats war es ein jahr her seitdem der erste spatenstich gemacht wurde. die erste frage die ich mir selbst stelle: würdest du das wieder machen?
ja, auf jeden fall!
auch wenn es schwer war - sowohl körperlich als auch von der psychischen belastung. schon die vorbereitungen waren eine mischung aus aufgeregtem vorwärts stürmen und verzweifelndem zaudern. schon mal versucht als alleinverdiener mit 4 kindern aber ohne eigenkapital ein hypothekendarlehen zu bekommen? falls ja - auch wenn zwei der kinder stiefkinder sind? denn da beginnt schon das erste problem: stiefkinder bekommen zwar möglicherweise unterhalt, der zählt aber für die meisten banken nicht zum familieneinkommen. andererseits zählen stiefkinder aber als belastung für die haushaltskasse. logisch, oder? das hiess für uns: immer wieder knapp unter die belastungsgrenze zu fallen. meistens fehlten etwa 100 euro...
dann die sache mit dem haus. welches häuschen darfs denn sein? massiv oder fertighaus? mit oder ohne keller? und als "fertighau mit keller" feststand gings weiter: welche der unzähligen firmen ist die richtige? wie soll unser haus eigentlich aussehen? von der stange oder frei geplant? wer sich mühe gibt bekommt mit einer beantworteten frage zwei neue auf den tisch!
dann kam herr bald ins spiel und das finanzierungsproblem wurde gelöst. herr bald ist ein spezialist für finanzierungen und hat sich mit viel engagement an unseren fall begeben - mit sehr viel engagement! ich weiss nicht wieviel ihm die geschichte eingebracht hat, aber es waren bestimmt sauer verdiente euros! letztlich haben wir es ihm zu verdanken, dass es doch noch geklappt hat mit dem bauen. deshalb hier nochmal ein ganz dickes dankeschön :-) .

die sache mit der baufirma war dann irgendwann auch gelöst. auslöser für die entscheidung für dammann-haus war unter anderem auch der alte katalog. mit viel liebe gemacht war er trotz eines schwarz-weissen layouts einfach ansprechend und hatte den schuss persönliche note, der uns angesprochen hat. sympathisch eben. gilt übrigens auch für den neuen katalog ;-).

auch körperlich war es machmal mehr als anstrengend und ging oft über das "normalmass" weit hinaus. wenn ich an das verlegen der dämmung in keller und erdgeschoss denke - ich glaube nicht dass ich jemals so "kaputt" war wie in jener nacht.

bleibt die frage ob ich manches anders machen würde. auch die muss ich mit "ja" beantworten. trotz einer vorbereitungszeit von über einem jahr und viel "dumme fragen stellen" haben z.b. einige positionen in der finanzierung nicht 100% gepasst. gottseidank hatten wir eine reserve eingeplant, von der heute leider nichts übrig ist. wenn ich daran denke dass es in unserem neubaugebiet einen bauherren gibt, den es böse erwischt hat und der inzwischen (rohbau!) statt mit fussbodenheizung mit einer konventionellen heizung bauen muss, um den preislichen unterschied einzusparen. und ein anderer 5000 euro für etwas braucht, das ich schon wieder vergessen habe, und der nun deshalb teuer nachfinanzieren muss...
und dann noch die geschichte mit den handwerkern. trau keinem! auch wenn du ihn kennst oder wenn er sich anschliessend als glückgriff heraustellen sollte gilt vorher trotzdem die devise: trau keinem! mache alles schriftlich, und lass dir jeden nagel, jeden handgriff in das angebot schreiben - noch besser: lerne vorher was ein sogenanntes lastenheft ist und bestehe auf darauf!
alles in allem glaube ich (bis jetzt), dass wir die meisten klippen mit mehr oder weniger glück umschifft haben und ich hoffe, dass das weiterhin so bleibt. denn das hausbauabenteuer ist noch lange nicht abgeschlossen. wie gehts mit der aussenanlage weiter? wie geht die geschichte mit des klempners "seriösem" verkäufer weiter? wann ist der kellerausbau endlich dran? gibts nächstes jahr einen carport? ist J.R. wirklich tot? diese fragen und viele weiteren werden in den noch folgenden postings beantwortet werden. also dran bleiben...

20 September 2006

nix neues

zur zeit gibt es nichts neues. letztes wochenende war die umstellung der ERP software in der firma meines vertrauens und nach einigen vorarbeiten fand die ganze sache in den letzten tagen ihren höhepunkt. das wochenende begann am sonntag gegen 15:30 uhr...
da die letzten tage ebenfalls mehr als anstrengend waren werde ich das nächste wochenende wohl bautechnisch nochmal pausieren und die zwei tage einfach nur geniessen.
allerdings will ich am sonntag einen rückblick schreiben - denn es ist nun ein jahr her seit der ersten baggerschaufel! jawohl, am 5.9. letzten jahres begann dieses abenteuer und hat noch kein ende gefunden. mal sehen was mir am sonntag zu dem thema alles einfällt.

10 September 2006

ärger³

dass es ganz ohne geht habe ich nie erwartet, aber schon gehofft. nun aber habe ich ihn - den ärger.
die fussbodenheizung habe ich mit EINZELRAUMREGELUNG gekauft. steht so im vertrag. nun habe ich aber nur die stellmotoren für die unterverteilungen bekommen. die thermostate für die einzelnen zimmer sind laut meinem installateur nicht dabei. über diese vertragsauslegung will ich gar nicht nachdenken - denn ich habe den verkäufer des installateurs explizit nach diesen thermostaten gefragt! "einzelraumregelung" heisst für mich als laie "eine möglichkeit, die räume/heizkreise einzeln zu regeln". nur mit stellmotoren ist dies aber nicht möglich. nun, der verkäufer hat mir (erstens) die thermostate zugesichert und (zweitens) geraten, die thermostate bei den lichtschaltern zu intergrieren. das würde nicht mehr kosten und deshalb wären auch die thermostate in dieser version im kaufpreis inbegriffen. heute weiss ich dass das nicht stimmt...
der installateur hat mir nun mitgeteilt, dass er die thermostate nicht in der kalkulation hatte. von den nebenabsprachen des - achtung - auf provisionsbasis arbeitenden verkäufers wusste er nichts.
nachwirkung: ich kann nun keine einfachen aufputzthermostate kaufen, ich MUSS nun teurere, integrierte unterputzgeräte kaufen, weil die installation ja schon liegt!

aber das ist noch nicht alles. der feine herr verkäufer hat mir versprochen, falls ich mich beim nachbarhaus für die installationsfirma einsetzten würde wäre eine provision von 3% des auftragsvolumes die belohnung. da ich bis dahin mit beratung und ware völlig zufrieden war hatte ich mit der empfehlung keine probleme. prospekt abgeliefert, und den installateur auch bei der hausfirma ins gespräch gebracht. und ich habe den nachbarn maria und walter von diesem angebot erzählt. auch von der fa. dammann-haus wurde ich zum installateur befragt und danach hat die installationsfirma den auftrag bekommen - obwohl sie nicht das günstigste angebot abgeliefert hatten. meines wissens nach ginge es dabei um 16000€ standardinstallation und 8000€ extrawünsche, also weit über 20.000€. macht mindestens 600€ provision!
theoretisch.
auch hier weiss der installateur nichts von dieser absprache. und der verkäufer will mir sie nicht zahlen. begründung? ich hätte noch zahlungen bei beim installateur offen. stimmt nicht - sagt auch der installateur. nun kommt der hammer - die letzte, dämlichste und auch dreisteste begründung des verkäufers: er zahle mir keine provision, weil ... er bei meinem auftrag auf die hälfte seiner provision verzichtet hätte. !??!??! ich gebe nun dem geneigten leser 30 sekunden zeit darüber nachzudenken.
..........29...30.
so, nun kann man bestimmt nachfühlen, was für eine sauwut ich im bauch habe. ca. 600€ für fehlende thermostate, 600€ nicht gezahlte provision - macht zusammen 1200€ zu meinen ungunsten. 1200€!!! und vom zusätzlichen, kostenlosen (verkäufer) versprochenen handtuchheizkörper, den ich dann doch (installateur, 120€) bezahlen musste, habe ich noch nichts geschrieben!
ich bin inzwischen soweit, dass ich nächste woche zu einem anwalt gehen werde. die ganzen versprechnungen wurden offensichtlich nur gemacht um mich zum abschluss zu bewegen und die provision zu kassieren.

nun zurück zum eigentlichen thema:
ich habe gestern damit angefangen, den kamin auf der küchenseite abzukoffern. hier ein paar impressionen:



03 September 2006

weisser fleck

der letzte weisse fleck innerhalb des hauses hat nun auch den anschluss an die zivilisation gefunden - auf den dachboden läuft ein stromkabel! das ganze läuft aus dem keller am kamin entlang durch das EG und OG bis in den spitzboden. und endet dort an einer kombination steckdose/schalter mit einer baufassung für die "erleuchtung". vorher habe ich noch etliche kabel (netzwerk und TV), die aufgerollt im EG "rumlungerten", in den keller durchgeschoben. jetzt lungern sie als etwas kleinere rollen im keller rum und warten auf kontakt...
für das stromkabel gab es "zwischenstation" mit drei steckdosen im erdgeschoss, wo in bälde unsere telekomunikationszentrale entstehen soll. die telekomunikationszentrale gibt es eigentlich jetzt schon, ist aber eine wüste ansammlung von kästchen, kabeln und mehfachsteckdosen am fusse des kamins. nächste woche werde ich den kamin auf der küchenseite abkoffern und dann wird dort auch ordnung herrschen.

01 September 2006

noch mehr schiebung

diese woche war der tiefbauer wieder da und hat ein bisschen weiter geschoben.
so langsam kann man erkennen wie es mal werden soll. zumindest wenn man genügend fantasie hat...