abwasser marsch!
das abwasser liegt - bis auf ein paar kleine rohre am handwaschbecken im obergeschoss. da fehlen mir nur noch ein paar rohrstücke. war ein ganz schönes stück arbeit. vor allen dingen die rote hülle (soll schwitzwasser vermeiden) drüber zu stülpen. an den wänden sind halter in die wand geschraubt um das rohr in der senkrechten zu halten, und in der waagerechten dienen die halter dazu, um den abstand zum boden - dem nötigen gefälle entsprechend - einzustellen. in der küche habe ich es auch gleich ausprobiert und etwas wasser eingegossen und mit verzücken gehört wie es sich durch das rohr runter in den keller und dann nach draussen ergoss.
am donnerstag bekomme ich das material für die wasserzufuhr. dann wirds auch höchste eisenbahn, denn das ganze muss diese woche noch in die wand. da es nur die beiden stellen in küche und gäste-wc sind gerate ich (noch) nicht in panik.
morgen werde ich anfangen die hohlwanddosen in die wände zu setzten und ausserdem noch ein paar leitungen für lampen ziehen. nachmittags treffe ich mich mit walter und dann gibts beim elektrogrosshändler den benötigten nachschub. vor allen dingen das kabel für die wechselschaltungen muss dringend her...
eine geschichte muss ich noch zum besten geben, die ich - trotz der besonderen situation - bisher vergessen hatte hier zu erwähnen. dabei sei vorab erwähnt dass ich keinen absolut exotischen namen trage, aber auch nicht "peter müller" oder stefan schmidt" heisse.
ich lag eines freitags vorm haus neben meinem auto, weil ich reifen wechseln musste und das vor der "hausarbeit" erledigen wollte. plötzlich hörte ich die stimme einer frau, die ihren mann bat nicht zu nahe an das haus zu gehen falls ein grosser hund oder so...sehen konnten sie mich in diese moment wohl nicht. ich habe dann meine "tarnung" aufgegeben und den beiden angeboten das haus zu zeigen, was sie auch gerne annahmen. sie hatten am morgen in der zeitung von diesem neubaugebiet gelesen und schauten sich nicht für sich, sondern für ihren erwachsenen nachwuchs um. im haus habe ich dann eine kleine führung gemacht und auf die vorzüge des hauses bzw. der bauweise hingewiesen, habe den ein oder anderen preis aus dem gedächtnis abgerufen und voller stolz unsere entscheidung erklärt. ein, zweimal dachte ich unvermittelt bei mir, dass der mann ähnlichkeit mit meinem vater hat. nun denn, am ende der führung, wieder im erdgeschoss angekommen, schrieb ich die webadresse von dammann-haus auf einen zettel und setzte meinen nachnamen noch drunter mit der bitte, bei dammann-haus von mir zu grüssen.
die frau sah mich an und sagte: "so heissen wir auch!" bevor ich etwas sagen konnte nannte sie meinen vor- und zunamen. "ja, so heisse ich" sagte ich. "ja, mein mann auch!!" entgegnete sie.
ich bin noch nie einem namensvetter leibhaftig begegnet und ich weiss dass in unserer 80.000 einwohner grossen stadt genau einen davon gibt, und dieser trifft an einem freitag nachmittag auf meiner baustelle ein...

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